11.04.2023

Neuausrichtung der Höheren Fachprüfung für Kommunikationsleiter/leiterin

 

Die Höhere Fachprüfung wird künftig gemeinsam von pr suisse und KS/CS Kommunikation Schweiz durchgeführt.

Ab 2024 bietet pr suisse die Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter in Zusammenarbeit mit KS/CS Kommunikation Schweiz an. Die ehemalige Höhere Fachprüfung für PR-Beraterinnen und PR-Berater und die bisherige (bis 2022) Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter wurden zusammengeführt.

Im Interview erklärt Corinne Druey, Präsidentin der Prüfungskommission von pr suisse und Vize-Präsidentin der neuen Prüfungskommission für die Höhere Fachprüfung Kommunikationsleiter/leiterin, die Neuerungen.

Corinne, die Höhere Fachprüfung für Kommunikationsleiterinnen und Kommunikationsleiter wurde in den vergangenen Monaten überarbeitet. Was ist neu?
In dieser gemeinsam von KS/CS und pr suisse organisierten Prüfung gibt es zwei Neuerungen. Erstens gibt es eine neue vierstündige Prüfung (gleich lang wie Prüfung kommerzielle Kommunikation nebst Grundlagenfächern), die der institutionellen Kommunikation gewidmet ist. Dies ist der Teil, der den Anforderungen von pr suisse entspricht.
Dazu kommt, dass alle Kandidaten eine Diplomarbeit über ein Thema ihrer Wahl einreichen müssen, die in der Regel mit ihrem Unternehmen zusammenhängt und natürlich aus einem der beiden Bereiche institutionelle Kommunikation oder kommerzielle Kommunikation stammt.

Neben pr suisse ist neu auch ks/cs Kommunikation Schweiz als Prüfungsträger mit dabei. Wie kam es dazu, beziehungsweise, was ist die Idee dahinter?
In den letzten Jahren wurde das eidgenössische Diplom für PR-Berater aus Mangel an Kandidaten nicht mehr angeboten. pr suisse stellte daher Überlegungen an und wandte sich an KS/CS, um herauszufinden, ob Synergien möglich wären, da diese in der Praxis bereits existieren.
Auch auf ausdrücklichen Wunsch des Staatssekretariates für Bildung, Forschung und Innovation SBFI war es eine lange Arbeit, um sicherzustellen, dass jeder Beruf seine Legitimität behält, aber wir sind nun zu einem Gesamtvorschlag gelangt, der potenzielle Anwärter erfreuen dürfte. Auf Direktionsebene muss jeder in der Lage sein, die Kommunikation in ihrer Gesamtheit zu beherrschen.

An wen richtet sich die eidgenössische Höhere Fachprüfung Kommunikationsleiter/Kommunikationsleiterin? Was sollten Interessierte mitbringen?
Diese Prüfung richtet sich an alle Personen mit einer gewissen Erfahrung (mindestens 5 Jahre auf Führungsebene) und Verantwortung in ihrem Unternehmen oder ihrer Agentur. Das eidgenössische Diplom ist gewissermassen die Krönung einer Führungsausbildung in der Welt der Kommunikation. Potenzielle Kandidaten sollen motiviert sein, da sowohl die Prüfung als auch die Vorbereitung anspruchsvoll und intensiv ist.

Das Aus- und Weiterbildungsangebot in Kommunikation und PR ist vielfältig. Wieso sollten sich Interessierte für die Höhere Fachprüfung entscheiden?
In der Tat ist die Konkurrenz im Bereich der beruflichen Weiterbildung gross. Der Abschluss ist jedoch hauptsächlich auf die Praxis, auf Erfahrungen im Berufsfeld, ausgerichtet. Und das ist ein echter Vorteil. Ich sage immer, man muss sich sozusagen die Hände schmutzig machen, um unsere Kommunikationsberufe zu verstehen. Von PR- oder Kommunikations-Profis beurteilt zu werden, macht die Prüfung zudem umso motivierender und interessanter.

 

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