29.06.2026

KI macht gute PR-Fachleute relevanter

Beim ersten Online-Roundtable von pr suisse wurde deutlich: KI verändert die PR grundlegend und macht professionelle Einordnung, Qualitätsbewusstsein und Verantwortung wichtiger denn je

Beim Online-Roundtable von pr suisse zu Qualität und Verantwortung in der PR wurde deutlich: KI verändert die Kommunikationsarbeit grundlegend, ersetzt aber weder professionelle Urteilskraft noch Verantwortung.

Am 17. Juni 2026 diskutierte pr suisse mit Stephanie Peeters von Japan Tobacco International Schweiz, Daniel Jörg von Team Farner / Farner International und Markus Niederhäuser vom IAM der ZHAW über den verantwortungsvollen Einsatz von KI in der PR. Moderiert wurde der Roundtable von Rico Löhrer, Geschäftsführer von pr suisse. Die einführenden Worte hielt die neu gewählte Präsidentin Tanja Hollenstein.

Eine zentrale Erkenntnis: KI macht Kommunikation nicht automatisch besser. Wenn Kommunikationsinhalte mit KI, aber ohne fachliche Ausbildung oder Erfahrung erstellt werden, droht austauschbare «Plain Vanilla-Kommunikation». Umso wichtiger wird die Rolle professioneller PR-Fachleute, die Qualität sicherstellen, Einordnung ermöglichen und Verantwortung übernehmen.

Klar wurde auch: Wer KI nutzt, bleibt für das Ergebnis verantwortlich. Richtigkeit, Tonalität, Wirkung und Glaubwürdigkeit können nicht an ein Tool delegiert werden. Gute Kommunikation entsteht weiterhin im Austausch mit Menschen, auf Basis von fundiertem Wissen, Daten und professioneller Einordnung. Nicht im Silo und nicht allein im Prompt-Fenster.

Die Diskussion zeigte zudem, dass KI nicht zuerst ein Effizienzgewinn ist, sondern ein Investment in Kompetenzen, Prozesse, Systeme und Qualitätskontrolle. Richtig eingesetzt kann KI dazu beitragen, Kommunikation fundierter, präziser und relevanter zu machen.

Gerade für die Nachwuchsförderung eröffnet KI neue Chancen: Jüngere PR-Fachleute können früher lernen, Kommunikationsqualität zu beurteilen, Ergebnisse reflektiert einzuordnen und strategische Zusammenhänge zu verstehen. Dafür setzt sich pr suisse ein.

Wir führen die Diskussion im Herbst weiter, voraussichtlich mit Bezug zu den Resultaten der gemeinsam mit dem IAM der ZHAW geplanten Studie zur gleichen Thematik. Auch ein Roundtable in der Westschweiz ist vorgesehen.

Die Aufzeichnung des Roundtables ist hier abrufbar.

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