Glossar

Quelle: PR-Grundlagenwerk „Public Relations – Corporate Communications für Kommunikations- Marketing- und Werbeprofis“ von Angela Kreis-Muzzulini und Bernhard Müller, Verlag Huber Frauenfeld, ISBN 978-3-7193-1372-2


A (13) | B (21) | C (44) | D (7) | E (15) | f (9) | G (7) | H (4) | I (24) | K (13) | L (7) | M (30) | N (13) | O (10) | P (30) | Q (3) | R (9) | S (33) | T (8) | U (12) | V (6) | W (10) | Z (1)
Bearbeiten
Perception Management (von lat. percipere «wahrnehmen») Kommunikationsführung mit dem Ziel, Wahrnehmung und Fakten in Übereinstimmung zu bringen. Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen steuern unser Verhalten. Über Akzeptanz, Vertrauen, Erfolg oder Misserfolg entscheidet je länger je mehr die Wahrnehmung der Fakten und nicht die Fakten selber.
Personalentwicklung (PE) PE umfasst die gezielte Förderung von Humankapital. Sie berücksichtigt die Bedürfnisse und die Qualifikation des einzelnen Mitarbeiters oder eines Teams und ist auf das Erreichen der Unternehmensziele ausgerichtet. PE hat zum Ziel, Mitarbeitende, Teams und Organisationen zu befähigen, ihre Aufgaben innerhalb einer Organisation effizient und erfolgreich zu bewältigen und sich Veränderungen und neuen Herausforderungen motiviert und selbstbewusst zu stellen.
Pflichtenheft (für PR-Berufe) Ein Pflichtenheft enthält konkrete Angaben über Aufgaben (Pflichten), Kompetenzen, Verantwortlichkeiten sowie (messbare) Zielsetzungen, bis wann die vereinbarten Aufgaben zu realisieren sind. In den Public Relations gibt es sechs Kernaufgaben: Analyse (mit Strategie und Konzeption), Kontakt (Beratung, Verhandlung), Text (Schreiben, Redigieren, kreativer Gestaltung, Implementierung (Entscheidung, Massnahmenplanung, Kosten, Timing), Operative Umsetzung (Organisation) und Nacharbeit (Erfolgskontrolle), siehe Kapitel 5.6, Muster-Stellenbeschriebe für PR-Berufe.
Pitch (Bezahlte) Konkurrenzpräsentation. Offizielle Einladung an mehrere Agenturen, im Wettbewerb gegeneinander anzutreten, indem allen eingeladenen Agenturen dieselbe Aufgabe gestellt wird. Effizientes Hilfsmittel zur richtigen Agenturwahl.
Podcasting Setzt sich aus den Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Podcasting bedeutet, es werden Mediendateien (Audio oder Video) über das Internet produziert und in der Regel kostenlos angeboten. Ein Podcast (Hörstück, bzw. Hördatei oder Bewegtbilddatei) ist eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen (News-)Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können. Mit Podcasts lassen sich Fernseh- oder Radiosendungen unabhängig von Sendezeiten konsumieren.
POP Abkürzung von Point of Purchase. à POS
Portable (Multi)Media Player (PMP) (engl. für „tragbares (Multi)Medienabspielgerät). PMPs sind mit Festplatte oder Flash-Speicher ausgerüstet und damit einem tragbaren MP3-Player ähnlich. Es können nebst Audiodateien auch Videos, Bilder und Texte gespeichert und wiedergegeben werden. Bekanntestes Beispiel: iPod von Apple.
POS Abkürzung von Point of Sales. Verkaufspunkt.
Postings Mitteilungen (auch Artikel), veröffentlicht durch einen „User“ innerhalb einer Newsgroup, eines Usenets oder eines Internetforums. Diese Mitteilung kann von jedem Benutzer gelesen und beantwortet werden.
PR (Public Relations) (à auch Unternehmens-PR) Bewusste, geplante und kontinuierliche Beziehungspflege zu allen relevanten internen und externen Ziel-/Personen-/Bezugs-/Dialoggruppen. PR umfassen alle Informations- und Kommunikationsaktivitäten einer Körperschaft in allen Bereichen, also auch die Bereiche ausserhalb des Marketings wie die Finanzen, Personalwesen usw. Die Berufsverbände im deutschsprachigen Europa definieren den Begriff PR oder Öffentlichkeitsarbeit offiziell als «Management von Kommunikationsprozessen für Organisationen mit deren Bezugsgruppen». PR sind permanentes Werben um öffentliches Vertrauen.
PR-Agentur Dienstleistungsunternehmen für Fragen rund um die Kommunikation und deren Umsetzung.
Product Placement Gezielte Platzierung von Markenprodukten als reale Requisite in der Handlung eines Spielfilms. Auch Dienstleistungen können in der Handlung integriert sein. Nebst dem visuellen kann auch ein verbales Placement erfolgen, indem zum Beispiel ein Marken- oder Produktname im Text erwähnt wird.
Produktmanagement Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Massnahmen, die auf die erfolgreiche Konzipierung und Vermarktung des Leistungsprogramms eines Unternehmens ausgerichtet sind. Das Leistungsprogramm umfasst neben dem Produkt an sich (Funktionalität, Marke, Farbe, Design, Verpackung usw.) auch die Rahmenbedingungen wie Garantieleistungen, Lieferbedingungen und Kundendienst.
Produktpublizität (Product PR) (auch Product Promotion, Product Publicity, Produkt-PR oder kurz PPR genannt): Gezielte Information im Rahmen der Marketingstrategie über Leistungen, Produkte, Innovationen usw. zu allen relevanten internen und externen Zielgruppen. Unter PPR wird die Unterstützung der Marketing- und Verkaufsanstrengungen mit Mitteln der PR verstanden.
ProLitteris Schweizerische Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst. Gegründet 1974.
PRSA Public Relations Society of America
Public Affairs Gestaltung der betrieblichen Beziehungen zur sozialen und politischen Umwelt und die Verbreitung gesellschaftspolitisch relevanter Informationen. Public Affairs können auch als Öffentlichkeitsarbeit für das Gemeinwohl im Dienste gesellschaftspolitischer Problemlösungen bezeichnet werden. Sie zielen auf die Bestärkung oder Veränderung sozialer und gesellschaftlicher Verhaltensweisen oder Zustände und bedienen sich dabei unterschiedlicher Instrumente wie Lobbying oder klassische Public Relations.
Publicus Schweizerisches Jahrbuch des öffentlichen Lebens. Gibt Adressauskunft über alle Amtsstellen, Verbände und alle Persönlichkeiten mit öffentlichen Aufgaben.
Publi-Reportage Anzeige (gekaufter Raum) in Printmedien mit redaktionellem Inhalt, zum Beispiel Firmenpräsentationen, Produktinformationen, Versicherungsinformationen zu Unfall- und Brandverhütung in Haushalten, Abstimmungsbotschaften. Die grafische Gestaltung der Publi-Reportage unterscheidet sich kaum vom redaktionellen Teil der Zeitung und umfasst in der Regel mindestens eine halbe, oft auch eine ganze Seite. Die Anzeige muss als «Anzeige» oder «Publi-Reportage» bezeichnet sein. Zweck der Publi-Reportage ist in erster Linie die Imagepflege und nicht produktbezogene Werbung.
Private Public Partnership (PPP) Nach heutigem Verständnis bedeutet Privat Public Partnership (PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) genannt, die meist langfristige, vertraglich geregelte Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft. Dabei werden die notwendigen Ressourcen wie Betriebsmittel, Kapital, Personal, Know how usw. von den Partnern gegenseitig genutzt, aber auch allfällige Projektrisiken gemeinsam getragen.
Print-Medien Bezeichnung für alle gedruckten, periodisch erscheinenden Publikationen wie Zeitungen, Publikumszeitschriften, Special Interests und Fachzeitschriften. Im Unterschied dazu werden Radio, Fernsehen, Film und Internet zur Gruppe der elektronischen Medien gezählt.
PR-Beratung Ganzheitliche, strategische Unternehmensberatung bezüglich der dialogischen Kommunikation, gründend auf einer systemischen Sicht des Unternehmens, seiner Dialoggruppen und Beziehungen. Ziel der PR-Beratung ist es, dem Management bei der Steuerung dieses Beziehungssystems professionell zur Seite zu stehen.
PR-Kampagne Gemeinsame, zeitlich begrenzte Aktion, die im Rahmen aufeinander abgestimmter, sich ergänzender Massnahmen ein bestimmtes Thema, eine Marke ein Unternehmen oder eine Person kurzfristig in die öffentliche Diskussion und damit ins Bewusstsein der Zielgruppen bringen soll. PR-Kampagnen werden vor allem bei Markteinführungen, Aufklärungs-, beziehungsweise Informationsaufgaben, zum Beispiel im Vorfeld einer Abstimmung, lanciert.
PR-Konzept Auf die Unternehmensziele und Zielgruppenbedürfnisse abgestimmte, systematische und umfassende Planung der (Unternehmens-)Kommunikation (auch PR-Konzeption, PR-Programm genannt). Ein PR-Konzept ist kein starres Schema, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Es braucht ständige Kontrollen, kreative Anpassungen an neue Realitäten und verlangt nach ständiger Weiterentwicklung.
PR-Roadmap Begriff für ein PR-Strategiepapier mit knapp gefasstem Plan der wichtigen PR-Aktivitäten.
PRCA Public Relations Consultants Association, gilt als der führende Fachverband der britischen PR-Agenturen. Entwickelte 1997 den Consultancy Management Standard (à CMS).
Presse Begriff vorwiegend für die gedruckten Medien (Printmedien, Druckerzeugnisse). Werden unter diesem Begriff auch die elektronischen Medien (Radio, Fernsehen, Internet) mitgemeint, spricht man heute eher von „Medien“ siehe auch à Medien
Presseagenturen -> Nachrichtenagenturen
Pressedienst (PD) Regelmässiger Informationsdienst für die Presse (Medien). Publiziert werden die Mitteilungen durch Nachrichtenagenturen oder durch Medienabteilungen von Organisationen. (siehe auch à OTS)
Push- und Pull-Strategie Die Push- und Pull-Strategie – das Holen und Bringen einer Botschaft nach Bedarf – löst das klassische Kommunikationsmodell «Sender – Botschaft – Empfänger» bedingt durch die wachsende Informationsflut zusehends ab. Bei der Pull-Strategie wird die Botschaft wird so aufbereitet, dass der Interessent sich diese zum gegebenen Zeitpunkt selbst holen kann («to pull»: ziehen). Es geht also darum, die Zielgruppen dazu zu bringen, sich die gewünschte Information selber zu beschaffen. Bei der Push-Strategie wird die Botschaft an den Empfänger herangetragen.