Glossar

Quelle: PR-Grundlagenwerk „Public Relations – Corporate Communications für Kommunikations- Marketing- und Werbeprofis“ von Angela Kreis-Muzzulini und Bernhard Müller, Verlag Huber Frauenfeld, ISBN 978-3-7193-1372-2


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Corporate Governance Oberbegriff für das gesamte System interner und externer Führungs-, Kontroll- und Überwachungsmechanismen eines Unternehmens. Darin enthalten sind hauptsächlich Eigentums- und Kapitalverhältnisse, Zusammensetzung der Führungs- und Kontrollinstanzen, Organisation der Unternehmensführung sowie Fragen der Mitbestimmung von Arbeitnehmenden.
Corporate Behaviour (CB) Verhalten der Körperschaft nach innen (Personal) und aussen (Umfeld)
Corporate Blogs Immer wichtiger werdendes Instrument in der Unternehmenskommunikation im Reputationsmanagement. Chance, mittels Blogs aktuell zu kommunizieren und neue Leads zu generieren (à Weblogs).
Corporate Brand Die Unternehmensmarke, der Name, das Markenzeichen. In der heutigen Welt des rasanten Wandels, der Globalisierung und der gesättigten Märkte wirkt letztlich nur noch der Corporate Brand als unverwechselbar und imagebildend. Eine Marke wird für gewisse Zielgruppen Ausdruck ihrer eigenen Identität.
Corporate Branding Aufbau und Pflege der Unternehmens- und Produktemarken. Gemeint ist damit der dauernde Prozess der strategischen Markenführung, der die Profilierung des Unternehmens und die Steigerung des Unternehmenswertes bezweckt.
Corporate Citizenship Bewusstes, geplantes, nach einheitlichen Strategien festgelegtes Engagement einer Unternehmung im Gemeinwesen ihres Umfeldes zur Festigung der Stellung in der Gesellschaft. àCorporate Social Responsibility
Corporate Communications (CC) Strategisch langfristig angelegte Unternehmenskommunikation als Prozess, der sämtliche aufeinander abgestimmte Kommunikationsaktivitäten einer Körperschaft zur Imagepflege und Einstellungsveränderung umfasst. Basiert in der Regel auf einem schriftlichen Corporate-Communications-Konzept.
Corporate Credibility Glaubwürdigkeit, guter Ruf einer Unternehmung gegen innen und aussen
Corporate Culture (CCu) (à auch Unternehmenskultur) Vereinfacht: Die bewusst gelebten, historisch gewachsenen und gepflegten Werte und Normen einer Körperschaft. Sie prägen die körperschaftliche Identität und das Denken und Verhalten der Mitarbeiter. Massstab: zum Beispiel das Betriebsklima.
Corporate… Der Begriff «Corporate» bedeutet in Englisch körperschaftlich, vereinigt. Die neue Wortkombination mit Begriffen aus der Unternehmenskommunikation entstand in den Achtzigerjahren. Das Wortteil Corporate ist verschiedenen Elementen vorangestellt und deutet darauf hin, dass diese unter der Corporate Identity Bestandteil eines Ganzen sind.
Contingency Management Pro-aktive Vorbereitung auf eine aussergewöhnliche Lage durch Sicherstellung einer funktionsfähigen Taskforce im Unternehmen, eines sofort verfügbaren Instrumentariums (Handbuch und Infrastruktur) sowie präziser Vorgehensmodelle beim Eintritt entsprechend definierter Szenarien. Mit ein Ziel des Contingency Management ist es, die Führungsrolle beim Management der Schnittstelle zu den Medien für das Unternehmen zu sichern.à Issues Management
Clipping-Dienst Clipping-Dienst bezeichnet einen Dienstleister, der sich auf die Medienbeobachtung spezialisiert hat. Dabei werden Medienbeiträge nach zuvor festgelegten Suchbegriffen gesammelt, mit Angaben zum Publikationsorgan, Erscheinungsdatum, Auflage usw. versehen und gegen Gebühr elektronisch oder per Post versandt. Sowohl die Presseabteilungen von Unternehmen als auch PR-Agenturen beauftragen für ihre Kunden Clipping-Dienste, um das mediale Bild des eigenen Unternehmens oder dasjenige der Konkurrenz zu beobachten.
Clippings Begriff in der Medienbeobachtung. Presse-/Zeitungsausschnitte zur Erfolgskontrolle der Medien- bzw. PR-Arbeit. Dokumentiert die Medienpräsenz in Form eines digitalen oder analogen Faksimiles (Kopie, Reproduktion) den originalen Zeitungsartikel oder einer Internet-Seite. Enthält zusätzlich Angaben über Quelle, Auflage, Reichweite, Verlag, Platzierung usw. Elektronische Clippings in der Regel im Portable Document Format (PDF)
CMS à Content Management SystemCMS, auch Consultancy Management Standard, speziell auf PR- und Kommunikationsagenturen ausgerichtete Qualitätszertifizierung. Diese wurde 1997 durch die Public Relations Consultants Association (PRCA) entwickelt. Details siehe www.bpra.ch oder www.prca.org.uk
Code of Conduct Verhaltensregeln die sich ein Unternehmen selber gegeben hat.
Communiqué Synonym (à Medienmitteilung).
Communities eCommunities
Content Management Bewirtschaftung, Bearbeitung, Verwaltung von digitalen Informationen (Text, Bild, Audio, Video). Diese Informationen (Content oder Inhalt) bestehen in Form von Dateien, Dateisystemen wie Webseiten oder in Datenbanken. Dem Content Management kommt sowohl bei der Bewirtschaftung von Webseiten als auch bei der Informationsverarbeitung im Journalismus grosse Bedeutung zu.
Content Management System (CMS) Inhaltsverwaltungssystem; Anwendungsprogramme, Hilfsmittel (Tools) für das unkomplizierte Erstellen und Verwalten einer Internet-Homepage oder von Informationsinhalten im Journalismus.
Corporate Design (CD) Visuelles Erscheinungsbild einer Körperschaft (Visual Identity – der visuelle Ausdruck der «Corporate Identity»). Die Gesamtheit aller klar definierten sichtbaren Elemente wie Signet/Logo, Geschäftsdrucksachen, Gebäude-, Fahrzeug-Beschriftungen und ihre Umsetzung in Hausschrift und Hausfarbe usw.
Corporate Identity (CI) Die persönliche Identität, die sich eine Körperschaft selbst geben will. Eigenbild: So möchten wir nach aussen wirken bzw. so wollen wir sein. Die CI entsteht durch das Zusammenwirken von Kommunikation (Corporate Communications, CC), Sprache (Corporate Wording, CW), visuellem Erscheinungsbild (Corporate Design, CD) und Verhalten (Corporate Behaviour, CB) und ist als Prozess stetiger Entwicklung und Veränderung zu verstehen. Die Corporate Identity (CI) ist nicht zu verwechseln mit dem Corporate Design (CD) bzw. der Visual Identity (Unternehmenserscheinungsbild)!
Credibility Gap Glaubwürdigkeitsdefizit, das heisst die Abweichung (Differenz) zwischen Corporate Identity (Eigenbild) und Corporate Image (Fremdbild); feststellbar durch Umfragen.
Crossmedia Kommunikation über mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle, die über verschiedene Medien genutzt werden können (zum Beispiel Tageszeitungen, Sonntagsmedien, Internet, Speichermedien).
Crossmedia Publishing (im Bereich Public Relations, Werbung) Erstellen und Publizieren von Inhalten in verschiedenen Medienkanälen wie Printmedien, Onlinepublikationen, Websites, CD-ROM usw. Dabei wird für Texte, Bilder, grafische Elemente auf eine einheitliche Datenbasis zugegriffen. Crossmedia Publishing erlaubt eine flexible, kostengünstige Produktion sowie eine transparente Verwaltung und Pflege der Daten.
Customer Relationship Management (CRM) CRM ist die strategische, aktive und umfassende Gestaltung von Kundenbeziehungen, unter Berücksichtigung eines ausgewogenen Zusammenspiels der drei Faktoren Mensch, Organisation und Technik innerhalb eines vorgegebenen Rahmens. Dieser Rahmen wird durch die externen Einflussgrössen Markt, vorhandene Technologien, allgemeine Umwelt und verfügbare Ressourcen bestimmt.
Corporate Wording (CW) Unternehmenssprache, festgelegte sprachliche Grundsätze einer Unternehmung.
Corporate Volunteering (CV) Teilbereich des (à Corporate Citizenship). Einsatz von Human- Ressourcen eines Unternehmens im öffentlichen (lokalen) Gemeinwesen, z. B. in Projekten gemeinnütziger Art (ausserhalb des normalen Kerngeschäfts eines Unternehmens). Dient dazu, Unternehmenswerte und Unternehmenskultur zu entwickeln (à Organisationsentwicklung) oder Mitarbeitende weiterzubilden (à Personalentwicklung). Einerseits gewinnt das Unternehmen durch solche „betriebliche Freiwilligenprogramme“ an Marketingvorteilen, andererseits fördert es das Ansehen des Unternehmens bei Beschäftigten und in der Öffentlichkeit.
Corporate Image Bild, wie das Unternehmen oder eine Person von aussen wahrgenommen wird; Fremdbild. Das Image als solches ergibt sich aus der Summe aller Einzelbilder, die das Umfeld einer Unternehmung wahrnimmt. Es beeinflusst dessen Ruf (die «Corporate Reputation»). Bereits in den Fünfzigerjahren erwachte das Bewusstsein nach dem Bild, das sich Dritte von einem Unternehmen machen. «Imagekampagnen verfolgen seither das Ziel, ein festgelegtes Markenbild oder Firmenbild beim Verbraucher zu erzeugen und zu gestalten – dies soll Anonymität beseitigen und eine möglichst dauerhafte emotionale Bindung herstellen.»
Corporate Imagery Corporate Imagery ist das systematische Entwickeln und langfristige Gestalten von Bilderwelten für Unternehmen. Als Ergebnis professioneller Bilderwelten entwickeln die internen und externen Bezugsgruppen starke innere Bilder, die enorm verhaltenswirksam sein können (Prof. Dieter Herbst, 2003).
Corporate Language Corporate wording
Corporate Publishing Unternehmenspublizistik, welche in erzählender Form Inhalte zum eigenen Unternehmen herstellt und verbreitet.
Corporate Reputation Der gute Ruf eines Unternehmens. Nur mit permanent guten, auf ethischen Grundsätzen basierenden Leistungen, auf allen Ebenen der Unternehmensführung und Unternehmenskommunikation zu erreichen und zu erhalten.
Corporate Social Responsibility (CSR) (körperschaftliche [soziale] Verantwortung)Umfassende Aktivitätenprogramme, die das gesellschaftliche und/oder soziale Engagement eines Unternehmens, einer Institution glaubwürdig demonstrieren. à Corporate Citizenship
Corporate TV (auch Business TV oder Firmenfernsehen). Unter Corporate TV sind TV-Programme gemeint, die im Rahmen der Unternehmenskommunikation hergestellt und ausgestrahlt werden. Oft wird dafür auch das Internet genutzt, wo sich die Sendungen jederzeit ansehen oder herunterladen lassen. Beispiele sind Bahn-TV der Deutschen Bahn oder Automobilfirmen wie Mercedes-Benz, Audi u. a. Firmenintern dient Corporate TV zur raschen Information und zur Schulung der Mitarbeitenden, Firmenpartner und Kunde (E-Learning). Corporate TV zählt zum Bereich Corporate Publishing.
Corporate Vision Vision
Claim In Marketing und Werbung oft als Synonym zur Bezeichnung Slogan verwendet. Ein Claim ist ein Satz oder ein Teil eines Satzes, der fest mit dem Markennamen verbunden ist. Oft ist er Bestandteil des (Firmen-)Logos. Kampagnen-Claims sind Claims, die zum Beispiel für die Dauer einer Werbekampagne eingesetzt werden. Claims positionieren ein Leistungsangebot, eine Unternehmensmarke oder sie kommunizieren ein Leistungsversprechen, einen Produktnutzen, eine Mission, eine Vision oder das Alleinstellungsmerkmal einer Marke.

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