Andreas Hugi, Präsident BPRA

14.09.2016

Dieses Interview ist Teil des Themenschwerpunkts über Verbände in der PR- und Kommunikationsbranche der swissprnews 09/2016.

swissprnews: «Was macht Ihr Verband, Herr Hugi? Welches sind Ihre Hauptaktivitäten?»

Andreas Hugi: «Der Bund der Public Relations Agenturen der Schweiz (BPRA) vereinigt die qualitativ ausgewiesenen, führenden  Kommunikations-Agenturen der Schweiz. Wir vertreten ihre unternehmenspolitischen Interessen, sorgen für Markttransparenz, stellen mit der CMS-Zertifizierung ein Qualitätslabel zur Verfügung und setzen hohe fachliche, wirtschaftliche und ethische Standards. Ebenso tragen wir zur professionellen Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agenturen bei. Zentral ist unseren Mitgliedern auch der kollegiale und fachliche Austausch.»

«Warum braucht es den BPRA?»

«Der BPRA vertritt als einzige Organisation die Interessen und Anliegen der PR-Agenturen in allen branchenrelevanten Bereichen. In zentralen Themen engagiert sich der BPRA in entsprechenden Allianzen (zum Beispiel aktuell bei Fragen des Beschaffungswesens oder des Arbeitsrechtes) und sucht aktiv den Kontakt zu massgebenden Personen. Der BPRA verhilft den Agenturen so zu besseren Marktbedingungen. Zudem bietet der BPRA ein wertvolles Netzwerk und attraktive Dienstleistungen (Kennzahlen, Weiterbildungsangebote, Zertifizierung, etc.).»

«Wie entwickeln sich Ihre Mitgliederzahlen?»

«Die Mitgliederzahlen waren bis jetzt stabil. Für das kommende Jahr werden drei bis vier neue Mitglieder erwartet.»

«Welche neuen Strategien haben Sie erarbeitet, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder was planen Sie zukünftig?»

«Ein Branchenverband muss sein Angebot immer wieder mit den Anliegen und Interessen seiner Mitglieder abgleichen und dort aktiv werden, wo Unterstützung gefragt ist. Unsere Mitglieder wurden dazu am letzten Agenturworkshop im Frühling befragt. Als Folge daraus hat der Vorstand Massnahmen für die genannten Themenbereiche erarbeitet und ist darum bemüht, diese umzusetzen. Ein Beispiel ist die Förderung der Qualität und dessen Nachweis.»

«Welche Zukunft haben Verbände Ihrer Meinung nach in der Schweiz?»

«Der Bedarf und das Verlangen nach politischer Einflussnahme sind noch immer vorhanden. Verbände müssen sich heute jedoch hinterfragen, ob sie mit dem aktuellen Profil zukunftsfähig sind. Es ist wichtig, dass die Erfahrungen und Meinungen innerhalb des Verbandes ausgetauscht und angeregt werden können. Die Kernkompetenzen eines Verbandes sind das fachliche und informelle Netzwerk, der Informationsaustausch, das politische Lobbying und attraktive Dienstleistungen.»

 

Zu Andreas Hugi, Präsident BPRA

Andreas Hugi ist seit 2014 Präsident des BPRA. Er ist CEO & Managing Partner der von ihm mitbegründeten Kommunikationsagentur furrerhugi. ag.

 

Anmerkung der Redaktion: Das Interview wurde schriftlich geführt.

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